Archiv der Kategorie: Seminare

Erfahrungsberichte und Austausch zu Tages und Wochenendseminaren

Von Was zum Wie: Die befreiende Kraft der Zurückhaltung

Dem Unwillkürlichen vertrauen und ihm unter die Arme greifen.

In diesem Kurs lernen wir, Lösungen für belastende Probleme zu finden, indem wir nicht das Problem direkt angehen, sondern unsere Beziehung zu ihm so gestalten, dass aus ihr hilfreiche Gedanken auftauchen können.

Lösende Gedanken lassen sich nicht erzwingen. Ihre Stimmigkeit kann man nicht logisch herleiten. Sie tauchen unkontrolliert aus einer hilfreichen Richtung auf.

Das Auftauchen lösender Gedanken kann man aber systematisch begünstigen. Es ist viel einfacher, die Beziehung zu einem Problem günstig zu gestalten, als das Problem selbst zu lösen. Also das Wie des Denkens zu ändern, so dass es von selbst leichter zu einem zuvor ungesehenen Was kommen kann.

In diesem Kurs stellen wir einerseits einfache Änderungen am Wie des Denkens vor, die einen großen Einfluss auf unsere Fähigkeit haben, Lösungen zu generieren.

Wir üben, Distanz zu gewinnen durch innere Sicherheit und lernen die Distanz zu inneren Anteilen zu gestalten, z.B. hinsichtlich ihrer Entfernung, Richtung oder Dämpfung. Wir befrieden innere Konflikte durch Würdigung ihrer Seiten.

Wir wenden solche Änderungen an praktischen Beispielen an und sehen sie in vielen Kontexten zur Wirkung kommen.

Andererseits finden wir einprägsame, körperliche Bilder für die Überwindung inhaltlicher Fixierung in Übungen aus der chinesischen Kampfkunst Tai Chi. In Einzel und Paar Übungen lernen wir zu unterscheiden, ob wir uns fixieren lassen oder so mit einem Impuls mitgehen, dass er sich unwillkürlich wandeln kann.

Wir üben diesen Unterschied so ein, dass er dem Unbewussten auch in verbalen und gedanklichen Kontexten zugänglich wird und uns die Fokussierung auf hilfreiche Änderungen möglich macht.

Teilnehmer sind eingeladen, Beispiele zur Bearbeitung einzubringen. Arbeitsblätter und Literatur stützen die Übungen ab.

Aufstellungstag 16.11.2024 10-17:30 Uhr in Rainfeld

Systemische Strukturaufstellungen

Aufstellungen wurden in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen Instrument von Therapie und Coaching. Sie wurden entwickelt, nachdem die Einsicht, dass unser Erleben bedingt ist durch unsere Perspektive und unsere Verbundenheiten, in die Psychotherapie Einzug gehalten hat.
Insbesondere entdeckte man, dass der spontane Teil unseres inneren Systems sehr verbunden ist mit der bewussten Festlegung unserer Stellung. Treten wir an die Stelle von etwas oder jemandem, nimmt unsere Inneres diese Perspektive ein und repräsentiert sie.

Die erste, naheliegende Nutzung dieser repräsentativen Wahrnehmung war, die Dinge aus der Sicht einer anderen Person zu sehen. So entstanden Familenaufstellungen.

Systemische Strukturaufstellungen sind ein deutliche Weiterentwicklung der Aufstellungsidee. Sie zielen auf die unterbewussten Strukturen unseres Denkens, die sie in Schemata abbilden. Sie schaffen Erleichterung durch Veränderungen der Erlebnisperspektive, durch Stellungsarbeit, Erkundungen und Rituale.

Sie sind ein tiefenwirksames, therapeutisches und beratendes Instrument. Sie bewegen sich ganz in der Arbeitsweise des Unterbewussten und zeigen ihm einen Weg auf zu erleichternder innerer Organisation und Perspektive.

Systemische Aufstellungsarbeit kann oft magisch wirken, weil die innere Neuorganisation spontan abläuft. Sie offenbart aber keine verborgene „Wahrheit“ aus dem Jenseits.

Das konsequente Einlassen auf Veränderung in der unterbewussten Struktur macht sie unaufgeregt, aber umso tiefer wirksam.

Die Teilnahme ist kostenlos, die Aufstellungen werden zu Dokumentationszwecken aufgezeichnet. Sie können anonymisiert zur Erstellung von Prüfungs- und Forschungsarbeiten verwendet werden.

Kampfkunst und Sytemisches Denken.

Die Coronazeit war lang und die Umbrüche waren groß, aber wir haben beide gut genutzt.

Heraus gekommen ist ein neuer Ansatz: Systemische Denkweisen, die uns helfen, die Welt leichter zu machen und weicher mit ihr umzugehen, machen wir tief und präzise körperlich erfahrbar. Das macht sie leichter zugänglich, auch in unangenehmen Lagen, und wirksamer im Leben.

Im körperlichen Training ist zum Karate das Tai Chi getreten. Die chinesisische Kampfkunst Tai Chi ist in vieler Hinsicht ein körperlicher Ausdruck systemischen Denkens. Es aktiviert gerade die Teile in uns, die anders als linear denken, wahrnehmen und handeln.

Wenn in uns Achtsamkeit, Wandlungsfähigkeit und Akzeptanz des Absurden ihren Platz einnehmen können, wird das Geflecht des Lebens in uns viel elastischer und kraftvoller.

Tai Chi Training betont gerade diese Arten des Erlebens und verschafft uns einen direkten Pfad im Körper zu ihm. Mit der Kunst, die im Körperlichen gemachten erfahrungen auf das allgemeine Leben zu übertragen, beschäftigen wir uns im Herbst 2021 in einem Workshop am 13.-14. November in Berlin  und einer neuen wöchentlichen Stunde am Mittwoch Abend.

 

Wir freuen uns auf diese neue Reise!

 

Malte

 

 

 

 

Unsere Sommerseminare

Die Kunst des Deutens 26.-29. Juni, Helmschrots neue Mühle

Intensivseminar Karate 3.-6- Juli 2020 Gut Stolzenhagen

 

Liebe Klienten, Teilnehmer und Interessenten,

Die letzten Monate waren für uns aufregend, in vielem belastend, in manchem aber vielleicht auch Anlass zu kreativer Freude. Nachdem wir ganz viel im Leben auf Distanz erledigt haben, ist nun  manche menschliche Begegnung wieder möglich. Insbesondere dürfen Seminarhäuser wieder öffnen und man kann mit einigen Änderungen darin üben, lernen und trainieren.

Nutzen wir das, solange es geht!!!

Wir haben dazu zwei zeitnahe Angebote: Am letzten Juni Wochenende widmen wir uns der gelösten, inneren Bedeutungsgebung. Im Seminar zur Kunst des Deutens üben wir neue Techniken ein, die man im privaten Umgang, aber auch beruflich nutzen kann, um inneren Lasten lösende Deutungen anbieten zu können.  Das Seminar findet statt in Helmschrots Neuer Mühle zwischen Berlin und Eberswalde.

Die Krise hat vielleicht einiges hochkommen lassen, das hier einen idealen Verarbeitungsraum findet. Sie war für mich sehr wertvoll, denn sie hat viele neue Ansätze erfordert und Klarheit in bekannte gebracht. Ich freue mich, die menschliche Zugewandtheit tiefer Lösungsfokussierung mit allen gemeinsam zu erleben.

Eine Woche später gleich üben wir inneren Wandel noch einmal in körperlicher Form. Im nachgeholten Frühjahrsseminar Karate in Stolzenhagen nutzen wir die Vielgestalt der Kata Bassai Dai, um die Bedeutung von Ereignissen wie Abwehr und Angriff frei zu gestalten. Die körperliche Komponente hilft sehr, innere Freiheit tief zu verstehen. Sie wird aber umgekehrt auch sehr befördert durch die innere Ausrichtung, die wir uns im stillen Seminar erarbeiten.

Die Wirren der Pandemie haben unsere Termine so glücklich durcheinander gewirbelt, dass man die beiden Wochenenden günstig zu einer tiefen Erfahrung verbinden kann. Details für beide Seminare sind angehängt. Fragen zu den einzelnen Wochenenden oder zum Gesamtpaket beantworte ich gerne.

Ich freue mich, von Ihnen zu hören und vielleicht Sie zu sehen!

Malte Loos

Winterpause und Termine 2019

Ihr Lieben,

 

das Jahr neigt sich zu seinem Ende. Wir haben in 2018 ja im Training so ziemlich alles auf den Kopf gestellt, dessen wir habhaft werden konnten. Ich fand das sehr beflügelnd. Ich hoffe alle anderen auch…:)

 

Ab Mittwoch herrscht erstmal wohl verdiente Ruhe. Am 2. Wochenende in 2019 geht es weiter. Dann fängt auch das jähriche Schachspiel mit Wetter an, ob wir ein Wochenende finden, wo es kalt und ungemütlich genug ist, um morgens um 6 draussen zu üben. Details gebe ich noch bekannt.

 

Seminartermine für 2019 stehen auch fest. Das Frühjahrsseminar Karate findet am Wochenende vom 3. bis 5. Mai in Stolzenhagen statt, das Herbstseminar genauso in Stolzenhagen am Wochenende vom 20.-22. September. Das Sommerseminar ist in Strohdehne am wochenende vom 3.-5- Juli.

 

Ob wir da jeweils noch einen Tag davor oder danach dranhängen, hängt vom Programm ab. Das gebe ich noch gesondert bekannt.

 

Ich wünsche allen frohe Weihnachten und einen schönen Jahresabschluß!

 

Malte

 

 

 

 

 

 

Das Sommerseminar

Ihr Lieben,

letztes Wochenende waren wir für das Sommer Stille Seminar in Strodehne an der Havel. Das war erstens wunderschön. Marions Werners Seminarhaus steht fast direkt am Fluss und ist sehr einladend und warm – genau wie sie selbst.

Es war auch sehr schön produktiv.  Wir haben unser Üben in den letzten Jahren ein bisschen vom Kopf auf die Füsse gestellt, vom körperlich induzierten rauschhaften Erleben des eigenen Selbst hin zur inneren Freiheit von Gefühlszwängen und Gewohnheiten. Diese Freiheit herzustellen und zur Schaffung innerer Harmonie zu nutzen sind wir dieses Jahr eintüchtiges Stück vorangekommen.

Abendwiese

Im Seminar haben wir zunächst geübt, so ab zu lassen von inneren Beschäftigungen, Lasten, Ängsten etc, dass wir in unserem Innern sein konnten. Dabei beruhigt man sich zumeist und die Betonung wandert von selbst von in uns sein zu in uns „sein“.

Die Aufgabe dabei ist, eben nicht alle andere Beschäftigung fort zu schicken, herabzusetzen oder zu bekämpfen, sondern von ihr abzulassen und den Raum ohne Tun immer genauer wahrzunehmen und immer tiefer in seine Mitte zu treten. Auf dieser Wahrnehmung zu verharren und sich mit dem scheinbar unbedeutenden, kleinen Sein, das keine Leistung erbringt,  zufrieden zu geben, ist eine große Kunst.

Die von zwanghaftem Tun ganz verschiedene Mitte ist auch körperlich ganz entspannt. Man kann einfach gar nicht mit machen mit den inneren Zwängen, so weich ist man. Man erfährt aber auch erst, wie tief die eigene Wärme sich gründet und kann sie tief in sich zurückverfolgen. Man nimmt sich in die Tiefe wahr.

Etwas paradoxerweise ist ein Sein, das sich mit sich selbst bescheiden und ablassen kann von äußerlich veranlasster Beschäftigung, dann frei, sich mit reiner Wärme einer Person, einem Thema oder einem Gedanken zuzuwenden und dieses freundlich zu empfangen und zu stützen, wo es diesem oder dieser wohl tut.

Dieses Fähigkeit, sich ohne weiteren Gedanken oder Zweckhaftigkeit an dem zu orientieren, was den anderen ebenso pur, also nicht vermittelt durch größere Zielsetzungen, stützt, begründet gerade eine harmonische, nicht am Gegensatz geprägte Beziehung, die auch dem anderen eine Erneuerung in der Substanz und wechselseitige Teilhabe an der jeweiligen Substanz erlaubt.

Je purer die eigene Präsenz, desto freier ist man, sich dem anderen zu zu wenden und ein neues, Gemeinsames zu schaffen.

Strasse ins Licht

Wir haben das im Seminar mehrfach ausprobiert in Beziehung mit einem anderen Teilnehmer, bei dem wir nur dessen Bedürfnisse beobachtet haben und gar nicht so sehr seinen Inhalten gefolgt sind.

Das gleiche Prinzip gilt aber auch im Umgang mit sich selbst. Der freie Teil des Seins kann sich eben den ablenkenden, mal freudvollen, mal schmerzlichen, verunklarenden, betäubenden, etc. Teilen frei zuwenden und sie ernstlich willkommen heißen.

Damit aber kann er die innere Spaltung aufheben, zwischen Beschäftigung und Sein und die beiden zu einem inhaltlich ganz neuen, harmonischen Sein verschmelzen.

Dieses ist dann weder das ganz stille vom Anfang der Übung noch ist sein Inhalt gleich dem vom Sein abgeschotteten Tun. Es fügt sich zu einem ganz anderen Wesen zusammen, dessen Gefühlshaushalt vor allem durch die Abwesenheit innerer Spaltung geprägt ist. Man mag sich dann und was man tut.

Das fand ich ziemlich großartig. Wir haben das im wesentlichen ausprobiert daran, etwas sehr Schönes, also die Empfindung fließender Qi Gong Bewegung in uns einzuladen. Es klappt aber eben auch bei anderen, primär weniger angenehmen Dingen, die man in sich trägt. Das ist dann echte Heilung.

Strahlen

Das willkommen heißen ist dabei natürlich nur ein Schritt neben vielen anderen, die man mit inneren Lasten machen kann. Wir haben in Verbindung mit jemand anderes mit Bilateraler Stuimulation und Briefe schreiben ja zwei davon ausprobiert. Aber echtes Willkommen heissen ist eben ein ganz wichtiger, der erst die Basis für alles andere darstellt.

Ich glaube, wir haben ein gute Basis gelegt für weitere Entwicklungen. Im Herbst machen wir im Karate Seminar in Stolzenhagen weiter.  Jetzt ist erstmal Sommer  – ich hoffe alle können ihn geniessen und sich gut erholen!

Malte

 

 

Erinnerung Karate Seminar und Training diese Woche / Reminder Karate Seminar and Practice this week

Hallo,

diese Woche ist das Wetter wieder normal, unsere Uhrzeiten sind normal,  nur das Training ist wie immer überdurchschnittlich toll.

Also wenn ich nicht noch nen Rappel kriege und am Wochenende zur 50 Jahresfeier der NAKF nach Boston fliege. Dann müsste Jan das Training am Samstag machen. Das ist aber auch toll.

Ansonsten nochmal eine Erinnerung an unser absolut geniales Karateseminar vom 4.-6. Mai in Stolzenhagen.Wir verbinden Weiches mit Hartem und lassen unsere Masse sprechen. Und lernen Heian Godan.

Lieben Gruß bis dahin!

Malte

 

 

Dear All, this week everything is back to normal the weather, the season and our practice times. Training is still incredibly excellent though.

As will be the Karate Seminar in Stolzenhagen May 4th to 6th. Don’t forget to sign up, soon.

 

Best regards and greetings!

 

Malte

 

Terminänderung Karate Seminar / Seminar Date Change

Unser geplantes Domizil in Weisswasser in Schlesien lässt uns ein bisschen zu lang ohne feste Zusage in der Luft baumeln, drum ziehen wir die Reißleine und verlegen das Karate Seminar kurzerhand nach Stolzenhagen. Der Termin verschiebt sich um ein Wochenende nach hinten, also auf das Wochenende vom 4. bis 6. Mai.

Details folgen noch…

Ich bitte, alle Unannehmlichkeiten zu entschuldigen. Stolzenhagen ist auch schön und nicht so weit. Wir werden gut arbeiten können.

 

Dear All,

we have been waiting for a long time for confirmation of our usual dwellings in Weisswasser in the Czech Republic. None has arrived, though. We therefore move the seminar to Gut Stolzenhagen, changing the date to the weekend of May 4th to 6th. We will discuss and publish details later.

 

Stolzenhagen is closer to Berlin and nicer, too. We will work well there.

 

Best,

 

Malte

 

 

 

 

 

 

 

 

Off we go into intense stillness!

Tomorrow,  we head to the mountains of Silesia for our intense stillness seminar.

We will be in the middle of the forest, surrounded by beech trees,  deer and rustling streams.

Our focus this year is the tension between archaic freedom of being and its mindful observation. We will combine the two to powerfully open up new life spaces for us.

Results ready for inspection next week,

Greetings from Bila Voda!

Malte

 

 

 

 

Auf gehts in die Stille

Montag fahren wir los, in die Berge auf unsere Hütte im Tal der Weissach. Die Sonne lacht, der Bach rauscht und die Hirsche spielen im Wald. Wir bald für eine Woche mit ihnen.

 

Dieses Jahr konzentrieren wir uns auf das Spannungsfeld zwischen Archaik und Achtsamkeit, zwischen dem großen Freiraum, der aus ungezügeltem Sein erwächst, und seine Ordnung durch unseren beobachtenden Geist.

 

Wird sehr spannend…!

 

Stillen Gruß,

 

Malte