Archiv der Kategorie: Vorträge und andere Veranstaltungen

Abende der Stille 2014

 

2014 vorne   Was ist Stille? Was ist Leben? Was überhaupt ist Sinn?

Übungen zur inneren Stille rühren an tiefe Fragen des menschlichen Daseins. Ohne ihre Wirkung auf Bewusstsein und Empfindung unserer selbst wären sie nur von geringem Interesse.

In den Abenden der Stille sprechen wir darüber, wie Stille auf unser Leben wirkt. Vieles im Denken über Stille scheint zunächst kontraintuitiv und schwer zu fassen. Fast alles kann man nur begreifen, wenn man es zumindest im Ansatz erlebt. Die Abende der Stille verbinden darum Einführungen in ein Thema mit Entspannung und kleinen, zielgerichteten Übungen.

Stille Abende geben Denkanstösse. Die verarbeitet man am besten in einem Tagesseminar mit stillen Übungen am folgenden Tag. In diesem Frühjahr finden Stille Abende und ein zugeordnetes Tagesseminar einmal im Monat, immer am zweiten Wochenende,  in der Praxis in der Remise in Kreuzberg statt.

Am 8. März sprechen wir über das grundlegendste, aber auch schwierigste Konzept in der inneren Stille – den inneren Raum. Die scheinbar natürliche Sichtweise auf Leben und unsere Persönlichkeit ist, sie als fassbare Substanz, die unser Inneres anfüllt,  anzusehen.  Schliesslich schauen wir in uns hinein und sehen etwas. Bei näherer Betrachtung entpuppt sich fassbare Fülle aber mehr als abgestorbenes Leben und als Hindernis für die Entwicklung und Erneuerung innerer Wahrheit.  Je weiter der innere Raum, den wir eröffnen, desto reicher, stabiler und kraftvoller unser Leben.

Am 12. April gibt es einen Männerabend. Bei Männlichkeit denkt man traditionell zunächst an Härte, an Schweres und greifbare Dominanz. Als Mann scheut man zumeist vor Weichheit zurück, weil sie einem leicht die Kraft rauben kann, wenn sie zu sehr weiblich betont wird. Betäubende Härte und weibliche Weichheit sind aber nicht die einzigen beiden möglichen Alternativen. In der Tat findet der Mann sein Wesen erst in Stille und Vergessenheit, die ihm eine tiefe, bergende Präsenz eröffnen und, etwas überraschend, erst ermöglichen seine Kraft in Freiheit zu bündeln und anzuwenden. Diese weite, stille Männlichkeit bleibt verschlossen, wenn man sie nicht durch Anhalten entdeckt. Sie ist Grundlage des Karatetrainings.

Am 10.Mai geht es um Sein und Tun, gerade in einer Gruppe. Kein Mensch kommt ganz ohne Aktivität und Tun aus. Aktivität verbirgt aber auch innere Wahrheit, Strahlkraft und Intuition. Auf Aktivität zu verzichten erscheint zunächst ein grosses Risiko. Es ist aber notwendig, um einen tieferen Geist hervorzurufen, der Projekte erst mit Sinn erfüllt. Dies gilt für den einzelnen genauso, wie wenn man eine Gruppe führen und inspirieren will. Führen kann man durch manipulierendes Beherrschen und dirigieren, oder durch das Wagnis stiller Inspiration, die, ohne das man es kontrollieren kann, die Mitglieder zu einem Geist vereint. Die dafür notwendige stille Tiefe, ist Thema des stillen Abends im Mai.

Termine und Koordinaten für die Frühjahrsveranstaltungen finden sich im Flyer oben. Eine Seminarbeschreibung für den Folgesonntag im März ist angehängt.

Stille Grüße bis ins Frühjahr,

Malte Loos

Stunden der Stille 09. März 2014

Abende der Stille – praktische Hinweise

Hallo,

ein paar praktische Hinweise zu den Abenden der Stille. Der Veranstaltungsort, das Zentrum für Yoga und Stimme, liegt am Paul Lincke Ufer, Nummer 30, im zweiten Hinterhof, 3. und 4. Stock. Das Vorderhaus ist, wie am Landwehrkanalufer üblich, ein sehr schönes Wohnhaus. Es hat auch eine sehr schöne Tordurchfahrt, die ist aber meistens zu. Wenn das so ist, muss man am Hauseingang (nicht an der Tordurchfahrt!) klingeln und dabei die richtige Klingel erwischen, es gibt nämlich für jeden Stock eine separate. Unserer ist der dritte!!!

Dann durch den Hausflur durch, hinten wieder raus, dabei Kopf nicht anstoßen an der niedrigen Decke und auch nicht die Stufe hinunterfallen, die direkt hinter der Stelle mit der niedrigen Decke, wo man also instinktiv nach oben schaut, liegt. Über die Höfe, die Treppe hoch, leider gibt es keinen Aufzug, und schon seid Ihr im warmen, gemütlichen Vorraum, wo es heissen Tee gibt und süße Leckereien von Jussuf.

Den eigentlichen Veranstaltungsraum darf man nur ohne Schuhe betreten. Dafür ist er ausgelegt mit warmen Schafsfellen, auf die man sich gemütlich hinsetzen kann. Hocker gibt es natürlich auch.

Dann zuhören und versenken.

Wir nehmen das ganze auf. Wer will, kann sich am Schluß gegen einen Unkostenbeitrag von 4 € eine frisch gebrannte CD  mit nach Hause nehmen. In Ausschnitten wird es später vielleicht auch im Netz zugänglich gemacht.

Einlass ist ab 19:4o, Beginn um 20 Uhr.

Wer noch Fragen hat, möge mich bitte anrufen.

Beste Grüße,

Malte

Stille am Abend – Gespräche und Übungen zur Inneren Stille

Innere Stille kommt normalerweise ohne Worte aus. Das heisst aber nicht, dass es über sie nicht viel zu sagen gäbe. Innere Stille berührt viele Bereiche unseres Lebens auf tiefster Ebene. In der neuen Veranstaltungsreihe „Stille am Abend“ sprechen wir in entspannter Atmosphäre über wichtige Lebensfragen aus Sicht der inneren Stille, über ihre Wirkung auf unser Leben und unseren Umgang mit ihr.

 

Am 17. Februar reden wir über den Zusammenhang von Loslassen, Trauer und innerer Selbstfindung.

Trauer verbindet man meistens mit einem äußeren Verlust. Aber jede innere Begradigung bedingt ein Loslassen. Trauer entpuppt sich als etwas Positives, als Begleiterin jeder Hinwendung von außen nach innen. Auch im Falle eines großen, äußeren Verlusts sollte sie als solche gelebt werden, um ihre wohltätige Wirkung zu entfalten.

 

Am 24. Februar geht es um den Platz, den man im Leben findet, und wie dieser sich mit Erfolg paart.

Die wahrgenommene, eigene Anstrengung ist nur ein kleiner Teil der Kraft, die man insgesamt entfaltet. Das Biotop, in dem man lebt und arbeitet, bestimmt wesentlich, ob diese zur Wirkung kommt, oder sich in Kanten und Fallen verfängt. Innere Wahrheit hilft dabei, das richtige Biotop zu finden.

 

Am 2. März geht es um die Innere Leere und wie Kampfsporttraining hilft, sie zu finden.

Sich zu entleeren ist eines der wichtigsten Elemente der Kampfkunst. Dies erscheint zunächst paradox, aber die innere Leere ist nicht leer, sondern angefüllt mit einer ganz anderen, wahreren und dynamischeren Form des Lebens, die man vorher nicht erahnen kann. Diese und die Kampfkunst befördern sich gegenseitig.

 

Am 18. März geht es um die Angst, mit sich selber zu sein.

Viele Menschen halten sich selbst nicht aus. Sie verbringen ihr Leben mit einer unendlichen Folge von Aktivitäten, die vor allem dazu dienen, nicht still mit sich selbst sein zu müssen. Woher kommt diese Angst? Ist sie nur individuelles Schicksal und Ergebnis persönlicher Erfahrungen oder eine menschliche Grundbedingung? Und wie geht man mit ihr um? Kann man einen Weg durch sie finden und wohin kann dieser führen?

 

Die Gespräche finden alle in der freundlichen und warmen Atmosphäre des Zentrums für Yoga und Stimme statt. Sie werden illustriert durch kleine Übungen und münden in eine Stillephase am Ende ein.  Die ersten drei Abende beginnen freitags um 20 Uhr. Sie sind ein idealer Start ins Wochenende. Die Matinee am 18. März beginnt um 11:30 und entlässt uns entspannt in einen schönen Frühlingssonntag.  Getränke und kleine Erfrischungen werden serviert.

Bei Fragen bitte ich, mich anzurufen. Praktische Hinweise zu Veranstaltungsort und Ablauf gibt es hier.

Malte Loos