Archiv des Autors: malteloos

Entspannt in Tempelhof

Innere Entspannung ist das Wichtigste. Je weicher und entspannter der Körper,  desto weniger behindert er sich durch Widerstand und Reibung selbst. Der innerlich entspannte Körper fällt von selbst in die richtige Haltung und steht sich nicht selbst im Weg und ist nicht unnötig beschwert.

Wie komm ich da jetzt drauf? Nun, wir hatten ja heute Morgen Sommertraining am Flughafen Tempelhof. Haben uns ein bisschen gedehnt, sind ein bisschen in schönen Vorwärtsständen fauststoßend gelaufen, nicht viel, nur nen halben Kilometer oder so,  ein paar Blocks,  dann schon wieder Trinkpause,  paar hundert Meter Rückwärtsstand,  dann Fudo Dachi, wieder 250 Meter, da waren so bequeme Markierungen an der Seite, und dann endlich fiel alles ins Schloß und der Körper entspannte sich, es war ja früh am Morgen gewesen, als wir los sind und alles steif, aber jetzt lief alles wie von selbst und wurde leicht, wie ein geöltes Spinnrad und man konnte in die Freiheit innen drin fallen und verträumt daran denken, die Schlagzahl ein bisschen zu erhöhen und vor allem immer weiter zu machen, völlig losgelöst in der inneren Wärme ruhend – da guck ich mich einmal um und Schock! – alle keuchen, taumeln oder liegen gleich ganz am Boden 300 Meter zurück.

Was ist denn hier los?

Was macht Ihr denn da?

Habt Ihr etwa festgehalten statt loszulassen? Euch nicht fallen lassen im Gehen? Den Hintern rausgestreckt, statt in der Mitte ins Nichts zu schweben? Habt Ihr Euch gebremst? Wieder Angst gehabt, dass es weh tut?

Dann wundert Euch nicht. Anspannung ist nun mal anstrengend.

Und hört auf zu jammern.

Und wenn die Glocken der Kirche am Südstern läuten ist es erst neun nicht zehn, das hatten wir ja schon mal irgendwann. Und wenn Ihr entspannt, können wir auch das ganze Programm machen und müssen nicht die Katas, fast alle fliegenden Tritte und die gleitenden Angriffe mit dem Knie streichen. Und nein, ich war nicht bei den Marines in Amerika. Und ja mit der Landebahn meine ich die ganze Landebahn, nicht die halbe.

Nur entspannen und dahingleiten. Dann vergeht alles wie im Fluge.

Nächstes Jahr wird ja Tegel zugemacht. Dessen Rollbahn ist länger. Da kriegen wir alles unter.

Schönen Sommer allen!

 

 

Malte

Sommerabschlußtraining Karate 10.07. 6:30 Uhr auf dem Tempelhofer Feld

Am kommenden Sonntag, den 10. Juli, halten wir unser vorgezogenes Abschlußtraining vor der Sommerpause fürs Karate. Im Gegensatz zum letzten Jahr bleiben wir ziemlich nah in der Gegend und üben auf dem Tempelhofer Flughafenfeld. Morgens um halb sieben, bis halb neun, oder wie lange immer Ihr braucht, um die Startbahn in tiefen Ständen einmal vor und zurück zu laufen.

Sind ja nur zwei Kilometer. Jede Richtung.

Treffpunkt am Eingang Oderstrasse. Siehe angehängte Karte. Der Eingang ist genau an der Ecke Oder/Herrfurthstrasse und führt direkt zum Ende der nördlichen Landebahn. Die ist übrigens ein paar Meter kürzer als die südliche, also seid dankbar und mosert nicht rum.

Parkplätze gibt es ausreichend auf der Strasse direkt am Eingang. Nächste U Bahn ist U8 Boddinstrasse.

Ich neige dazu, uns nicht in der Mitte der Landebahn laufen zu lassen, sondern auf dem Rasenstreifen an der Seite. Dies obwohl die hoffnungslose Uferlosigkeit in der Mitte der Bahn noch ausgeprägter ist und damit zur inneren Befreiung insbesondere von allem vorwärts gerichteten Denken förderlicher. An der Seite können wir aber barfuß üben, der Rasen ist in ganz guter Verfassung. Es wäre ideal, wenn einer mit dem Auto käme, so dass wir Schuhe etc einschliessen können (Clivia?).

Bei Fragen ruft mich wie gewöhnlich an.

 

Bis Sonntag beste Grüße,

 

 

Malte

Sternstunde am Samstag

Man soll ja immer seiner Intuition folgen. Da lag die ganze letzte Woche etwas in der Luft, das sagte – Halt! Beweg Dich nicht. Die Bewegungen sind nicht echt. Sei still. Lass das Echte mal von selbst kommen.

Und so kam es am Samstag, als nur ein paar willige Opfer da waren, dass wir nur gessessen haben. Zwei Stunden lang. Dreiviertel Stunde gekniet, viertel Stunde entspannt, knappe Stunde in verschränkten Beinen. Dann musste Mark gehen. Sonst wären wir wohl nicht wieder aufgestanden.

Am Anfang tat es höllisch weh. Wir machen das ja nicht so oft und an die langsam wegsterbenden Beine auf dem harten Boden muss man sich erst gewöhnen. Höllische Schmerzen, die einem außerdem zunächst nichts zu sagen schienen. Eben nicht ins eigene, warme Zentrum leiteten, sondern im Äußeren verblieben. Und erst als sie überall hinreichten und alle Widerstände überwunden und alles in Schmerzfeuer verwandelt hatten, da stiessen sie auf einmal das Tor auf, das vor der eigenen Mitte lag und das Innere wurde weit und wohlig warm. Sehr weit und sehr warm. Da fühlte sich auf einmal alles auch richtig an. Und wahr.

Dann konnten wir uns dann auch ohne Gefahr in eine einfachere Position begeben.

Und dann floss der Körper sich aus. Ergoss sich wie ein Sturzbach und trug jeden und alles fort. Das Dasein als Hovercraft. Alles floss heraus und man schwebte über das Fliessen hinweg.

Und dann holte die Zeit einmal tief Luft und fing an, wie bekloppt los zu rennen. Und wurde immer schneller und raste dahin und schob die Zeiger der Uhr immer schneller im Kreis und schaffte die ganze, zweite Stunde in allerhöchstens zehn Minuten.

Und dann musste Mark gehen. Ich, mit einem Seufzer, auch. Und wir mussten aufhören und -stehen.

Sehr bedauerlich.

Nicht die Stunde versäumen Ihr Lieben, man weiss nie, was man verpasst! Samstag haben wir mal wieder ganz schön was geschafft.

Liebe Grüße,

Malte

 

 

Intensivseminar Qi Gong „Innere Ausrichtung“ auf Herrenhaus Samow

Am ersten Wochenende im Juli halten wir wieder ein intensives Qi Gong Seminar auf Herrenhaus Samow im südlichen Mecklenburg. Graf von Polier empfängt uns in seinem barock-klassizistischen Herrenhaus, in dessen Garten uns während der Übungen riesige, jahrhundertealte Bäume schützen und geleiten. Das Säuseln des Ostseewinds in deren Blättern umfängt uns während aller Übungszeiten. Im Hofrestaurant wartet eine leckere, vegetarische Vollpension auf uns.

Ideale Bedingungen für eine tiefe, innere Ausrichtung auf unserem Seminar.

Detallierter Prospekt ist anbei. Bei Fragen bitte ich, sich an mich zu wenden.

Bis zum Juli in Samow!

Malte

Samow2011lk

 

 

 

Übungszeiten an Christi Himmelfahrt

Hallo Ihr,

Donnerstag verlegen wir das Karate und geniessen den frischen Morgen ( keine Wolken mehr, Sonnenschein, 14 Grad) in der Hasenheide. Treffpunkt um viertel vor sechs in der Kung Fu Schule, um sechs am Jahndenkmal. Üben bis um acht. Wir machen u.a. Heian Godan fertig, bringt Handschützer mit.

Danach Frühstück in La Femme. Huldigungen anlässlich meines Geburtstags nehme ich dort gerne entgegen.

Abends dann kein Training.

Samstag: Morgens früh treffen wir uns um halb acht direkt am Jahndenkmal. Säuselnder Wind bei 18 Grad – perfekt. Qi Gong Üben bis neun.

Die Vormittagsstunde Qi Gong fällt aus, weil eh niemand für sie da ist. Aber Karate findet statt und zwar auf der üblichen Lichtung im Tiergarten von 11:30 bis 13:30 Uhr. Völlig ideale Bedingungen und noch nicht überlaufen.

Karte ist unten angehängt.

Bis dahin liebe Grüße,

Malte

Stunden der Stille am 15. Mai

Gleich weiter gemacht wie in Reichenow und Stolzenhagen. Zweimal drei sehr konzentrierte Stunden. Ein Teil bewegt, einer still. Alles ausgerichtet von oben nach unten, keiner ist seitwärts ausgebrochen, trotz offensichtlicher Anstrengung gerade für diejenigen, die zum ersten Mal dabei waren. Sehr leicht, sehr hell.

Insgeamt sehr schönes Seminar. Lecker sudanesisch Essen auch.

Liebe Teilnehmer, wie wirkt es nach? Arbeitet sich die Helligkeit durch Euch durch? Wohin führt es Euch? Wie immer mit der Bitte um Kommentare!

 

Malte

Karateseminar in Stolzenhagen: Riesiger Strom, unendliche Weite

Im Intensivseminar in Stolzenhagen konnte man sich in jeder Hinsicht in unendlicher Weite verlieren. In der Weite der Oderauen, in denen wir geübt haben, in der Weite des Sternenhimmels in der mondlosen Nacht und in der Uferlosigkeit der Übungsstunden.

Die äußeren Weiten verblassten aber vor der inneren, in die das Üben uns hineinstürzte. Die war ganz anders als nach dem Qi Gong Seminar. Richtungslos, ohne Orientierung, alles einfach aufgelöst, aber wunderbar weich und leicht. Jeglicher Fähigkeiten, außer vielleicht noch Karate zu üben, entkleidend. Benebelnd.

Nach dem Seminar schwamm alles irgendwie weg und am besten war es, es schwimmen zu lassen. Kraft, sich in gewohnter Weise damit auseinanderzusetzen, hatte man eh nicht und außerdem hätte das ja dabei gestört, mit mildem Lächeln leuchtend auf der Wiese zu sitzen.

Teilnehmer – wie geht es Euch, nachdem jetzt eine Woche vorbei ist? Landet Ihr langsam und wenn ja wo? Keine Sorge, wenn es jetzt scheint, als hättet Ihr nichts behalten von dem Geübten. Das kommt noch. So in einem Jahr erfahrungsgemäß.

Die  halt- und scheinbar sinnlose Stille in Euch fürchtet nicht. Die ist ein kostbares Gut. Und auch nicht, dass sie einen erstmal zum Verstummen bringt. Man sagt zumindest nichts Unwichtiges mehr.

Wer aber schon wieder verbal aktiv ist, gebe gerne einen Kommentar ab. Wie habt Ihr die verschiedenen Tage in Erinnerung? Den ersten, an dem wir anhand der Katas den Beckenboden frei gemacht haben, den zweiten, Ferientag mit dem Stock, den dritten, befreiend von der Angst? War es nicht beglückend, wenn in jeder Einheit nach zwei Stunden der Körper zusammenstürzte und weich wurde? Wieder und wieder, bis alles weich war und wir am Baum schlafen konnten. Ich hätte nur gerne noch eine zweite Sparring Einheit gehabt.

Sagt wie es Euch damit ging. Ein Hoch auch auf Uli, der seine beste Ella Impression gegeben hat.

Nächstes Seminar ist am dritten Septemberwochenende in Stolzenhagen, Pflaumenernte dann inklusive.

Malte

Unterrichtsplan an Ostern

In der Osterwoche ergeben sich einige Änderungen des Übungsprogramms:

Dienstags und Donnerstags: Alle Übungseinheiten im 3. Stock der Urbanstrasse 93 (Capoeiraschule Abada), nicht im 2. Stock.

Samstag: Qi Gong nur eine Einheit von 9:10:30,  im Tiergarten auf der gewohnten Lichtung. Siehe Plan anbei, die Lichtung ist mit Q bezeichnet.  –  Tiergarten

Karate im 3. Stock der Urbanstrasse 93 von 12 – 14 Uhr!

Allen Frohe Feiertage!!!

Essen, Essen, Üben, gelegentlich Schlafen

Rhabarber Crumble, lüstern süß. Die Sosse über dem Broccoli, rätselhaft anregend. Der Spinatauflauf, butterweich. Das waren Highlights unseres Intensivseminars in Reichenow. Ella hat neue Rezepte an uns ausprobiert. Das Delicati ist wirklich jedem, der dort in die Gegend kommt, sehr zu empfehlen.

Geübt haben wir auch. Fast brutal intensiv. Es war von Anfang an eine Stimmung in der Luft, dass niemand sich mit irgendwelchen Präliminarien aufhalten wollte. Drum haben wir gleich zu Beginn auf die dynamischen Übungen verzichtet und sind in medias res gegangen. Alles sehr still und ungeheuer konzentriert, von Anfang bis Ende. Das war sehr schön.

Bei dem wunderschönen Frühlingswetter konnten wir viel am See üben und uns dem Schilf und den mit Wucht spriessenden Bäumen anvertrauen. Das hatte eine sehr starke,  tiefe Zentrierung zur Folge. Ich glaube, bei allen hat sich der eigentliche Qi Effekt eingestellt, das Lösen, Aufdecken und Fliessen von Bereichen, die man sich vorher gar nicht vorstellen konnte, und unabhängig vom eigenen Willen, ob man will oder nicht.

Selbst das Schweigegebot haben manche eingehalten…

Teilnehmer – wie ging es Euch? Wie entwickelt sich der angeschobene Strom? Macht er Euch weich und entspannt? Müde? Angst? Haben die Schmerzen sich gelohnt? Wird die Welt klarer als vorher? Für Kommentare bin ich immer dankbar.

Malte

Early Bird – Qi Gong vor der Arbeit

Entspannung vor der Arbeit – donnerstags üben wir früh am Morgen Qi Gong. Mit sanften Bewegungen richten wir uns im Innern aus, so dass wir den Tag klar und entspannt beginnen und der Arbeitstag uns erst gar nichts anhaben kann.

Die Stunde dauert von 7:20 bis 8:20 und findet in der Kung Fu Schule im 2. Stock in der Urbanstrasse 93 statt. Dank M41, U7 und U8 ist man schnell in Mitte und kann bequem noch vor neun Uhr im Büro sein.  Ein wunderschöner Start in den Tag.

Bei Interesse stehe ich für Fragen gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße,

Malte Loos